Recarta Langanke vom OGBW und Michael Ungar, Sommelier aus Besigheim begrüßten die Teilnehmer mit einem Riesling Sekt des Weinguts Bähr.
Es folgte eine interessante und abwechslungsreiche Führung von Gerd Hoffmann, welcher die römische Zeit in Walheim in den Gesamtzusammenhang des römischen Weltreichs, seiner Feldherren und Gegner stellte. Nach Einführung in die zeitlichen Zusammenhänge – und wie die Römer nach Walheim gekommen sind ging Gerd Hoffmann auf die Situation in Walheim ein:
Um 90 n.Chr. entstanden zwei Kastelle in Walheim und auch nach der Verlegung des Limes und der damit verbundenen Verlagerung des Militärlagers hörte das Dorfleben nicht auf. Es hatte sich ein Handwerkerplatz mit Töpfereien, Landwirten, Werkstätten für Kupfergießer und Eisenbearbeitung angesiedelt. Der Weinbau war zu dieser Zeit noch verboten, da der eigene römische Wein aus der Provence importiert und verkauft werden sollte. Mit den Kastellen entstand auch das Römerhaus. Ein Handelshaus mit Verkaufsraum, Wohnzimmer, Hyperkaustum, einer Heißluftheizung für Fußboden und Wand aus der römischen Antike, einem Lagerraum mit Fundament für eine Waage , einem tiefen Brunnen sowie einem 3 m breiten Flur mit Putzrinne in der Mitte. Seitlich am Gebäude gab es noch einen Stall und am Kellerraum sind noch die Aussparungen für eine Holzbalkendecke zu erkennen.
Gehandelt wurden Wein aus der Türkei, Kreta und Süditalien, Lauch aus Andalusien, Olivenöl und vieles mehr.
Nach dem Input folgte der Genuss in Form von Vesper und Weinprobe – insgesamt 6 Weine von Weingütern aus der näheren Umgebung wurden von Michael Ungar mit viel Fachwissen und Detailkenntnissen vorgestellt, beschrieben, erklärt – und von allen genossen!
Genuss und Ambiete im Römerhaus sorgten für einen gelungenen Abend für alle Anwesenden!